Beim 17. CCO-Männerballettfestival sorgten 157 Tänzer aus 19 Gruppen mit einem Gesamtgewicht von über 16 Tonnen für Stimmung, Spaß und gute Laune.
Hier die Bewertungslisten in den verschiednen Kategorien zum Abziehen als PDF-Datei
2009Gr_ssteGruppe.pdf [7 KB]
2009Jurywertung.pdf [8 KB]
2009Karnevalistisch.pdf [7 KB]
2009Kost_m.pdf [7 KB]
2009Punktzahl.pdf [5 KB]
Schon seit langem war die Stadthalle für diesen Abend ausverkauft. Ganze Gruppen von Frauen aus Lahnstein und dem nördlichen Rheinland-Pfalz hatten sich um Karten im Vorverkauf bemüht. Auch die Männerballettgruppen selbst brachten jede Menge, meist weibliche, Fans mit in die Halle. Hier wurden sie von Aktiven aus den Reihen der Prinzengarde Funken Blau-Weiß und des CCO-Elferrats den ganzen Abend über betreut, so dass die Auftritte ganz entspannt über die Bühne gehen konnten.
Das Abwiegen der Athleten... immerwieder mit überraschenden Ergebnissen...
Für die beiden Moderatoren des Abends, Manfred "Radscha" Radermacher, der auch den Job des Festivalleiters von Beginn an übernommen hat, und seinem Freund Wilfried Röllig, war das Programm wieder einmal eine "Wundertüte", denn auch sie sehen die Tänze auf der Bühne stets zum ersten Mal und müssen bei der Programmzusammenstellung ein gutes Händchen haben, damit sich die dargebotenen Tanzthemen nicht zu oft wiederholen. Bei der Moderation sind Spontaneität Improvisationstalent gefragt, das auch diesmal wieder herausgefordert wurde, denn diesmal wollten gleich vier Gruppen (Appetit-Häppchen Dernbach, Swingin’Woodlegs Kadenbach, Die Quetschepänz Wiebelsheim, Ki+Ka Kobern-Gondorf) das Thema "Wilder Westen" zum besten geben. Dies zu bewerten, war auch für die Jury keine leichte Aufgabe, was aber der guten Stimmung nichts ausmachte. Außerdem werden beim CCO-Männerballettfestival ja die tänzerischen Fähigkeiten gar nicht bewertet, sondern nur der Gesamteindruck verleitet die Juryfrauen zum Heben der Täfelchen mit den begehrten Zahlen.

Die Zuschauerinnen im Saal bewerten dafür die Kostüme und die karnevalistische Wirkung, die die tanzenden Männer bei ihnen hinterlassen. Die Zuschauerinnen waren von Anfang an mit Begeisterung bei der Sache und zeigten den Jungs auf der Bühne mit Beifall und Jubelrufen ihre Zuneigung. Ihr Debut lieferten die Piraten vom Kamper Karnevals Club ebenso ab wie die "Geechknöppele" der Karnevalsgesellschaft "Ahl Dormagener Junge" als Festpiraten. Wahre Begeisterungsstürme rief das Männerballett des NCV hervor. Mit dem Starlight-Express, auf Rollschuhen getanzt, sorgten die Jungs aus Niederlahnstein schon früh für hohe Wertungen und "Standing Ovations". Überhaupt: Die Abwechslung und der Ideenreichtum der Ballettgruppen waren wie immer sehr groß. Ob im Hippie-Look (Mosella-Tanzverein Kobern-Gondorf) als "Crazy Saftschubsen" (Blau-Gold Ransbach-Baumbach) Mexikaner (Bugrammer Narrenschiff St. Aldegund), Kung Fu Fighting (Leiderer 6y Boys) oder Buddhas Traumwelt im Tachmahal (Röhlinger Sechta Narren) – die bunte Vielfalt war einfach überwältigend. Die Schwaben aus Röhlingen bei Ellwangen nahmen zum zweiten Mal in Lahnstein teil und kamen nicht nur als die Gruppe mit der weitesten Anreise, sondern auch als größte aller Gruppen nach Lahnstein. Für Kostüme, Karnevalistische Wirkung und Gesamteindruck räumten die Sechta-Narren gleich drei Pokale ab. Auch die "Ballermänner" (herrliche Spanierinnen) von den Spayer Boxelöftern verließen die Bühne mit einem Karton Sekt, weil sie gleich als erste Gruppe den Eisbrecher machen durften.
Viele Gruppen nahmen bereits zum wiederholten Male am CCO-Männerballettfestival teil, wie die Tanzgruppe Schabau des IBKK Neuwied-Block, die dieses Mal als fesche Bayern mitsamt riesigem Weißbierglas die Bühne stürmten, wofür es den zusätzlichen Treuepokal gab.

Die "Kölsche Mädcher" vom Männerballett Rahms hatten einen werdenden Vater unter sich, der sofort nach dem Auftritt zu seiner Frau in den Kreissaal fuhr. So was hatte es hier noch nie gegeben.
Als die Gruppe mit dem höchsten Durchschnittsgewicht gewannen die Bälzer Knorrköpp aus Boppard mit ihrem "Seiltänzertraum" den Sonderpokal. Auch die Irmder Schneckeschubser aus Irmtraut bekamen für ihre Darbietung "Ich will Spaß" jede Menge Beifall". Die "Vulkanelfen Niederzissen" überzeugten wiederum mit tollen Hebungen, einer originellen Choreographie und einer wohl einmaligen Kostümierung als Clochards sowohl Jury als auch Zuschauer. Den Schlusspunkt setzten die Bordsteinschwälbchen aus Langendernbach mit einer perfekten Show als Flugkapitäne. Da tobte nicht nur der Fanclub, sondern der ganze Saal. Die Jury riss diese Darbietung zu den höchsten Bewertungen hin, so dass die "Bordies" aus Hessen wieder einmal mit dem Siegerpokal für den besten Gesamteindruck nach Hause fuhren. Zuvor jedoch besuchten Lahnsteins Tollitäten, Prinz Wombel I vom jubilierenden Fassenachtsschloß und ihre Lieblichkeit Lahno-Rhenania Katrin I. die Männerballettgruppen und zeigten sich begeistert von der freundschaftlichen Stimmung, die auch bei der "After-Show-Party" im Stadthallenfoyer noch lange anhielt.